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Einweihung des neuen Feuerwehrhauses in Airlenbach
Nach einer Bauzeit von 17 Monaten konnte am 27.09.2026 die offizielle Einweihung des neuen Feuerwehrhauses in Airlenbach von der Stadt Oberzent gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Airlenbach gefeiert werden.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus der Bürgerschaft sowie aus den Feuerwehren folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit, das neue Gebäude kennenzulernen. Im Anschluss an den offiziellen Teil waren alle Interessierten zum Tag der offenen Tür eingeladen.

© Bärwolf
Bürgermeister Kehrer begrüßte die Gäste und hob die Bedeutung einer gut ausgestatteten und zukunftsfähigen Feuerwehr für die Sicherheit der Bevölkerung hervor. Über die Planung und den Bau des Gebäudes, die durch das Architekturbüro MOHA+ GmbH & Co. KG in Groß-Umstadt durchgeführt wurden, berichtete Bauamtsleiterin Tina Mühlfeld. Grüße aus dem Landtag überbrachte die Landtagsabgeordnete Sandra Funken und würdigte den Neubau in ihrer Ansprache. Auch der stellvertretende Kreisbrandinspektor Norbert Heinkel, Stadtbrandinspektor Patrick Wrba sowie Wehrführer Jens Bärwolf hoben in ihren Ansprachen die Bedeutung des neuen Gebäudes hervor: Das Feuerwehrhaus sei weit mehr als ein funktionaler Standort für Einsatzfahrzeuge und Ausrüstung: Es biete den Einsatzkräften zeitgemäße Bedingungen für Ausbildung, Einsatzvorbereitung und kameradschaftliches Miteinander.

© Stadt Oberzent
Mit dem Neubau des Feuerwehrhauses Airlenbach realisiert die Stadt Oberzent eines ihrer aktuell größten Bauprojekte. Die Baukosten belaufen sich auf rund 2,7 Mio. Euro, die Fördersumme betrug 277.200 Euro.
Der Neubau wurde erforderlich, da das alte Feuerwehrhaus den heutigen baulichen, technischen und sicherheitsrechtlichen Anforderungen nicht mehr entsprach. Insbesondere die Vorgaben zur Unfallverhütung sowie die Elektro- und Wasserinstallationen waren nicht mehr zeitgemäß. Auch die Fahrzeugstellplätze waren für die heutige Generation von Feuerwehrfahrzeugen zu klein.
Das neue Feuerwehrhaus erfüllt die Anforderungen der geltenden DIN-Normen sowie der Unfallkasse. Es verfügt über geschlechtergetrennte Umkleiden, einen modernen Schulungs- und Jugendraum, ausreichend sanitäre Anlagen, passende Fahrzeugstellplätze und genügend Alarmparkplätze.
Besonderes Augenmerk wurde bei der Planung auf eine nachhaltige und zukunftsfähige Bauweise gelegt. Das Gebäude wurde in Holzbauweise errichtet. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und trägt zu einer guten Ökobilanz des Bauvorhabens bei. Ergänzt wird die Konstruktion durch eine langlebige Metallfassade, die robust, witterungsbeständig und zugleich wartungsarm ist. Damit werden nicht nur ökologische Aspekte berücksichtigt, sondern auch die Folgekosten für den langfristigen Unterhalt des Gebäudes reduziert.
Für eine möglichst klimafreundliche Energieversorgung verfügt das Feuerwehrhaus über eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher. Der vor Ort erzeugte Strom kann damit direkt genutzt und bei Bedarf zwischengespeichert werden. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine moderne Wärmepumpe. Diese Kombination leistet einen wichtigen Beitrag zur Verringerung des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen.
Auch für besondere Einsatz- und Krisensituationen ist das neue Feuerwehrhaus gut vorbereitet: Eine Notstromeinspeisung ermöglicht es, die Funktionsfähigkeit des Gebäudes bei einem länger andauernden Stromausfall sicherzustellen. So kann die Feuerwehr auch in außergewöhnlichen Lagen handlungsfähig bleiben und ihre wichtige Aufgabe für die Bürgerinnen und Bürger zuverlässig erfüllen.
Mit der Fertigstellung steht ein modernes, nachhaltiges und leistungsfähiges Feuerwehrhaus zur Verfügung, das den Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerecht wird.
Zur symbolischen Schlüsselübergabe bat Bürgermeister Kehrer eines der jüngsten Kinder aus Airlenbach nach vorne. Mit einem Augenzwinkern stellte er fest, dass es vielleicht eines Tages selbst Verantwortung für die Feuerwehr übernehmen werde und meinte „Bis es so weit ist, übergeben wir den Schlüssel jedoch erst mal vertrauensvoll in die Hände von Wehrführer Jens Bärwolf und seiner Mannschaft“.

