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Kailbach

Die erste Erwähnung von Kailbach als Keilbach findet sich in einer Urkunde von 1359, in der Pfalzgraf Ruprecht seine Zustimmung zur Verpfändung verschiedener Einkünfte der Zent Beerfelden gab. Die ersten Hütten dürften am östlichen Bachufer auf dem Gebiet des Klosters Amorbach gestanden haben. Ebenso wie bei Schöllenbach bildete der Bachlauf (Euter und Itter) die Hoheitsgrenze zwischen den Besitzungen der Abtei Amorbach und des Klosters Lorsch. Vogtherren waren zunächst die Herren von Schweinberg und nach deren Aussterben im Jahre 1168 die Herren von Dürn. 1271 verkaufte Ulrich von Dürn die Wildenburg samt der umliegenden Ortschaften an den Mainzer Erzbischof. Damit wurde dieser neuer Landesherr für Kailbach.

Das Lorscher Gebiet westlich der Itter wurde zunächst von den Schenken von Erbach verwaltet. Schirmvögte waren jedoch die Pfalzgrafen. 1539 ergab sich durch die Einführung der Reformation in der Grafschaft Erbach zu der politischen zusätzlich eine konfessionelle Grenze für Kailbach, da das Mainzer Gebiet jenseits der Itter katholisch blieb. Mit der Eingliederung in das Großherzogtum Hessen 1806 wurde die politische Trennung zwischen Mainz und der Grafschaft Erbach zwar aufgehoben, kommunalpolitisch aber blieb sie durch die Zuordnung von Kailbach diesseits nach Schöllenbach und Kailbach jenseits nach Hesselbach bestehen. Erst anlässlich der Hessischen Gebietsreform vom 01.Oktober 1971 wurden die bisher selbstständigen Gemeinden Hesselbach, Kailbach und Schöllenbach zur neuen Gemeinde Hesseneck zusammengeschlossen und damit die Teilung von Kailbach in ein „Diesseits“ und ein „Jenseits“ beendet.

Haintal – Viadukt

Ebenso wie das Himbächel-Viadukt bei Hetzbach überspannt eine fast ebenso große und imposante Eisenbahnbrücke mit einer Länge von 173 m und 9 Buntsandsteinbögen mit einer Maximalhöhe von 32,5 m das Haintal. Die Brücke ist in ihrer Bauweise eine verkleinerte Kopie des Himbächel-Viaduktes.

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