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Pressemeldung
Bodenschutzkalkung im Odenwald
Die Graf von Merveldt‘sche Forstverwaltung kündigt für Ende September bis Mitte Oktober eine großflächige Bodenschutzkalkung in Ihren Wäldern rund um Gammelsbach an. Um den anhaltenden Folgen von Luftschadstoffen und der Bodenversauerung entgegenzuwirken, wird natürlicher Magnesiumkalk per Hubschrauber ausgebracht. Die Maßnahme dient der langfristigen Stabilisierung des Waldökosystems im Klimawandel. Die fachliche Expertise erfolgte durch die Nordwestdeutsche forstliche Versuchsanstalt und die beteiligten Hessischen Landesbehörden.
Schutzschirm für saure Waldböden
Jahrzehntelange Einträge von Säuren und Stickstoff haben die Waldböden im Odenwald teilweise ausgelaugt. Wichtige Nährstoffe wie Calcium und Magnesium wurden in tiefe Schichten ausgewaschen, während schädliche Elemente freigesetzt werden können, dass die Feinwurzeln der Bäume schädigt. Durch die Ausbringung von rund drei Tonnen Naturkalk pro Hektar wird die biologische Aktivität des Bodens reaktiviert. Die Bäume werden dadurch widerstandsfähiger gegen Trockenheit und Stürme.
Ablauf und logistische Meisterleistung
Die Kalkung wird mittels eines Spezialhubschraubers durchgeführt, der den Kalk aus einem Streukübel zielgenau über den Baumkronen verteilt. Da die Flüge stark von der Witterung abhängen – insbesondere von Wind und Sichtverhältnissen – , kann sich der genaue Zeitplan kurzfristig verschieben. Der Beginn der Flüge ist für Ende September geplant und wird voraussichtlich zwei bis drei Wochen andauern.
Sicherheitshinweise und Sperrungen für Waldbesuchende
Aus Sicherheitsgründen müssen die betroffenen Waldgebiete während der Streuphasen für den Publikumsverkehr gesperrt werden. Die Forstverwaltung bittet dringend darum, die Absperrungen und Hinweisschilder vor Ort zu beachten. Es besteht Lebensgefahr durch herabfallendes Streugut
Der ausgebrachte Kalk ist ein reines, feingemahlenes Naturprodukt (kohlensaurer Magnesiumkalk) und für Mensch, Tier und Umwelt absolut unschädlich. Dennoch wird empfohlen, gesperrte Bereiche nicht zu betreten und auf den Verzehr von Waldpilzen oder Beeren aus den direkt betroffenen Gebieten während der Maßnahme zu verzichten. Nach dem nächsten kräftigen Regen wird der Kalk von den Pflanzen in den Boden gewaschen.
Informationen für Waldbesitzende
Die Maßnahme umfasst ausschließlich Privatwaldflächen. Die Finanzierung erfolgt anteilig aus Fördermitteln des Landes Hessen und der Bunderepublik Deutschland.

