Ordnungs- und Gewerbeamt

„Public Viewing“-Genehmigungen Fußball-EM 2024

„Public Viewing“ bei der Fußball-EM der Männer 2024

FÜR GENEHMIGUNGEN IST DIE UNTERE IMMISSIONSSCHUTZBEHÖRDE BEIM KREISAUSSCHUSS DES ODENWALDKREISES ZUSTÄNDIG 

Die Bundesregierung hat anlässlich der Fußball-Europameisterschaft der Männer 2024 vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 eine Verordnung über den Lärmschutz bei öffentlichen Fernsehübertragungen der Spiele im Freien erlassen. Damit ist das sogenannte Public Viewing während der Fußball-Europameisterschaft auch für spät beginnende Spiele möglich.

Zahlreiche Fußballspiele der EM beginnen erst um 21:00 Uhr. Aufgrund des Beginns der Nachtruhe ab 22:00 Uhr kann das zu Konflikten mit dem nächtlichen Lärmschutz führen. Da es sich bei der Fußball-EM um eine internationale Sportveranstaltung von herausragender Bedeutung handelt, gelten – wie schon für frühere Fußball-Welt- und Europameisterschaften – Ausnahmeregelungen.

Alle öffentlichen "Public Viewing-Veranstaltungen", dazu zählen auch Live-Übertragungen in Zelten, Biergärten und in der Außenbewirtschaftung von Gaststätten, fallen unter diese Verordnung.

Übertragungen in Gaststätten oder bei privaten Veranstaltungen, zum Beispiel auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten unterliegen nicht dieser Verordnung.

Der Veranstalter (bei Gaststätten der Betreiber), muss rechtzeitig (mindestens 3 Arbeitstage) vor dem ersten Spiel, das live übertragen werden soll, einen Antrag zur Zulassung der "Public Viewing-Veranstaltungen" bei der zuständigen Behörde stellen. Im Odenwaldkreis ist dies die Abteilung Umwelt, Naturschutz und Landschaftspflege – untere Immissionsschutzbehörde.

Der Antrag muss den Namen des Veranstalters, eine verantwortliche Person (inkl. Angabe einer Telefon-Nr. unter der die verantwortliche Person dauerhaft während der Veranstaltung erreichbar ist), den Veranstaltungsort und das öffentlich darzubietende Spiel beinhalten.

Die Zulassung der "Public Viewing-Veranstaltungen" steht im Ermessen der zuständigen Immissionsschutzbehörde, die dabei das öffentliche Interesse gegen den Schutz der Nachbarschaft vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche abwägen muss.

Die untere Immissionsschutzbehörde weist darauf hin, dass zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner lärmmindernde Maßnahmen zu berücksichtigen sind. Lautsprecher müssen so aufgestellt werden, dass die Abstrahlrichtung von der Wohnbebauung abgewandt ist. Das Rahmenprogramm muss möglichst geräuscharm gehalten werden (keine laute Musik nach der Veranstaltung oder in den Spielpausen). Ferner dürfen nach 22:00 Uhr keine Gasfanfaren, Trommeln oder andere geräuschverursachende Fanartikel benutzt werden. Nach dem Ende der Übertragung müssen Lärmbelästigungen durch Abbau- und Aufräumarbeiten so­weit wie möglich vermieden und lärmintensive Arbeiten auf den nächsten Tag verschoben werden.

Weitergehende Auskünfte erteilen die Mitarbeiterinnen der unteren Immissionsschutzbehörde, Beate Leopold (Tel.: 06062 70-277, E-Mail: b.leopold@odenwaldkreis.de) und Ellen Beisel (Tel.: 06062 70-413, E-Mail: e.beisel@odenwaldkreis.de), die Ihnen auch gerne Antragsformulare für geplante Public Viewing-Veranstaltungen übersenden.